EHBS Knecht in Bensheim

EHBS-Wiki

Wir bringen Licht in den Fachbegriff-Dschungel

In unserem praktischen EHBS-Wiki können Sie bald alle gängigen Fachbegriffe rund um die Themen Brandschutz, Arbeitssicherheit, Sicherheitstechnik und Erste Hilfe nachschlagen.

Die relevantesten Arbeitsstättenrichtlinien, welche den Brandschutz betreffen sind:

  • ASR A1.3 – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnungen
  • ASR A2.2 – Maßnahmen gegen Brände
  • ASR A2.3 – Flucht- und Rettungswege

Werden alle Vorgaben der Arbeitsstättenrichtlinien umgesetzt so zählt die Unschuldsvermutung im Falle eines Schadens. Bei Abweichungen kommt es juristisch gesehen zu einer Beweislastumkehr für den Arbeitgeber. Bei einem Schaden muss der Arbeitgeber nachweisen, dass die getroffenen Maßnahmen geeignet waren, um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz zu gewährleisten.

In der Praxis kommt es bei folgenden Punkten häufig zu Abweichungen, welche eine Gefährdungsbeurteilung erforderlich machen:

  • Verwendung “alter” Symbole für Feuerlöscher und Rettungswege
  • Aufschlagrichtung von “Fluchttüren” entgegen der Fluchtrichtung
  • fehlende Sicherheitsbeleuchtung in Arbeitsstätten
  • Montagehöhe von Feuerlöschern über 1,20m Griffhöhe
  • und vieles mehr

Er überwacht die Einhaltung sämtlicher Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes im Unternehmen. Diese verantwortungsvolle Aufgabe kann auch an einen externen Brandschutzbeauftragten vergeben werden. Somit bindet der Unternehmer keine wichtigen internen Ressourcen und spart zudem noch Zeit und Geld für die Aus- und Weiterbildung. Die Verantwortung des organisatorischen Brandschutzes liegt immer bei dem verantwortlichen Betreiber einer Einrichtung oder eines Unternehmens.

Eine Brandschutzordnung ist eine auf eine Arbeitsstätte zugeschnittene Zusammenstellung von Regeln für die Brandverhütung und das Verhalten im Brandfall und ist in jeder Arbeitsstätte vorgeschrieben. Sie besteht grundsätzlich aus den Teilen A, B und C. Die Notwendigkeit zur Aufstellung einer Brandschutzordnung ergibt sich aus dem Arbeitsschutzgesetz sowie aus Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung. Für bauliche Anlagen besonderer Art und Nutzung kann die Brandschutzordnung zusätzlich durch das Baurecht gesetzlich vorgeschrieben sein.

Die Brandschutzordnung muss stets auf einem aktuellen Stand gehalten werden und ist mindestens alle 2 Jahre von einer sachkundigen Person zu überprüfen.

Jedes bestehende oder neu zu errichtende Gebäude ist durch seine Nutzung einem gewissen Brandrisiko ausgesetzt. Um das Risiko, sowie die Schäden im Brandfall so gering wie möglich zu halten, ist in einigen Fällen die Erarbeitung eines Brandschutzkonzeptes empfohlen und auch vorgeschrieben. Die Pflicht zur Erstellung eines Brandschutzkonzeptes besteht vor allem bei Gebäuden besonderer Art und Nutzung, wie beispielsweise Industriebauten, Versammlungsstätten, Schulen, Hotels, Kliniken, uvm.

Grundlage für die Erstellung eines Brandschutzkonzeptes bildet die Schutzzielformulierung in der Landesbauordnung:

“Bauliche Anlagen sind so anzuordnen und zu errichten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.”

Feuerwehrpläne werden durch die Bauaufsicht im Rahmen eines Baugenehmigungsverfahrens gefordert. Dies ist insbesondere bei baulichen Anlagen besonderer Art und Nutzung der Fall. Die Pläne dienen der Feuerwehr für eine Orientierung im Brandfall und müssen sowohl bei der Feuerwehr selbst als auch in dem jeweiligen Objekt in der Regel an der Brandmeldezentrale vorhanden sein. Sie bestehen aus einem Textteil, einem Übersichtsplan, mehreren Detail- und Sonderplänen. Grundlage für die Erstellung und Überarbeitung von Feuerwehrplänen ist die DIN 14095. Die Norm beschreibt vor allem das Aussehen und die Inhalte dieser Pläne. Die Betreiber der baulichen Anlage müssen die Pläne mindestens alle 2 Jahre von einer sachkundigen Person prüfen lassen.

Flucht- und Rettungspläne sind in einem Großteil der Arbeitsstätten durch das Baurecht, insbesondere durch die Sonderbauvorschriften, gesetzlich vorgeschrieben. Die Notwendigkeit ergibt sich auch aus der Arbeitsstättenverordnung, der Arbeitsstättenregel ASR A1.3 sowie aus Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV 10). Für unübersichtliche Betriebsstätten und für Betriebsstätten mit Kundenverkehr müssen grundsätzlich Flucht- und Rettungspläne vorhanden sein.

Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Element im betrieblichen Arbeitsschutz. Sie ist die Grundlage für ein systematisches und erfolgreiches Sicherheits- und Gesundheitsmanagement.

Laufkarten für die Feuerwehr werden durch die Bauaufsicht im Rahmen eines Baugenehmigungsverfahrens insbesondere dann gefordert, wenn das Gebäude über eine Brandmelde- oder Löschanlage verfügt. Dies ist insbesondere bei baulichen Anlagen besonderer Art und Nutzung der Fall. Die Laufkarten dienen der Feuerwehr für das zügige Auffinden des ausgelösten Brandmelders und müssen in dem jeweiligen Objekt in der Regel an der Brandmeldezentrale beziehungsweise der Feuerwehr-Informations-Zentrale vorhanden sein. Für jeden Brandmelder ist in der Regel eine eigene Laufkarte erforderlich. Grundlage für die Erstellung und Überarbeitung von Laufkarten ist die DIN 14675 (Brandmeldeanlagen). Die Norm beschreibt vor allem das Aussehen und die Inhalte der Laufkarten. Die Betreiber der baulichen Anlage müssen die Laufkarten mindestens alle 2 Jahre von einer sachkundigen Person prüfen lassen.